Epstein-Akten: BSW für Untersuchung des Europaparlaments
08.02.2026 11:33
Die Dokumente zum US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein werfen Fragen
zu möglichen Verbindungen nach Europa auf. Der EU-Abgeordnete Fabio
De Masi wirbt für einen Vorschlag.
Brüssel (dpa) - Zur Aufklärung möglicher Einflüsse des gestorbenen
US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein auf Politiker in der
Europäischen Union fordert das Bündnis Sahra Wagenknecht eine
Untersuchung durch das Europaparlament. «Es gilt zu klären, ob die
europäischen Kontakte von Epstein um dessen Menschenhandel und
Missbrauch wussten», sagte der BSW-Europaabgeordnete und
Parteivorsitzende Fabio De Masi. Das Parlament solle möglichst einen
Untersuchungsausschuss einsetzen. Er forderte die größeren Fraktionen
auf, dies zu unterstützen.
Nach der jüngsten Veröffentlichung von Dokumenten zum Fall Epstein
sind ehemalige europäische Regierungsvertreter wegen finanzieller
Verflechtungen mit dem Sexualstraftäter ins Visier der Behörden
geraten. Gegen den früheren britischen Wirtschaftsminister Peter
Mandelson laufen Ermittlungen, weil er während der Finanzkrise
sensible Informationen an Epstein weitergegeben haben soll. In
Frankreich prüfen die Behörden Vorwürfe wegen möglichen Steuerbetru
gs
gegen den früheren Kulturminister Jack Lang.
De Masi warnte, es könnten sich nachrichtendienstliche Verbindungen
oder Risiken daraus ergeben, wenn politische oder wirtschaftliche
Entscheidungsträger belastet wären. «Das Europäische Parlament soll
te
sich daher selbst aktiv um eine eigene Untersuchung der europäischen
Netzwerke in den Epstein-Files bemühen», meinte der BSW-Politiker.
