Meloni grundsätzlich offen für gemeinsame EU-Schulden

12.02.2026 13:04

Die Frage gemeinsamer europäischer Schulden sorgt für Spannungen
unter den EU-Mitgliedstaaten. Italiens Regierungschefin Meloni zeigt
sich offen, das Thema dürfte noch für Diskussionen sorgen.

Bilzen-Hoeselt (dpa) - Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni
hat sich grundsätzlich offen für gemeinsame europäische Schulden
gezeigt. «Persönlich bin ich dafür», sagte die rechte Politikerin v
or
dem informellen EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs zur
Wettbewerbsfähigkeit in Belgien auf die Nachfrage eines Journalisten.
Das Thema der Eurobonds sei jedoch eine der am stärksten spaltenden
Debatten unter ihren europäischen Kollegen, so Meloni.

Die Frage einer gemeinsamen Schuldenaufnahme für Investitionen in
Europas Wettbewerbsfähigkeit sorgt seit geraumer Zeit für Spannungen
zwischen den Mitgliedstaaten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron
hatte zuletzt neue gemeinsame Schulden gefordert. Deutschland
hingegen hat traditionell eine ablehnende Haltung ihnen gegenüber und
stimmt diesen nur in Ausnahmefällen zu. Die Bundesregierung wies
Macrons jüngste Forderungen schließlich zurück.

Gemeinsame Schulden sind nach den EU-Verträgen prinzipiell
ausgeschlossen, weil weder die EU insgesamt noch Mitgliedsstaaten für
Verbindlichkeiten einzelner EU-Mitglieder haften dürfen.