Piloten machen sich auch bei Lufthansa Cityline streikbereit
17.02.2026 14:11
Auch bei Lufthansa Cityline könnte ein Streik bevorstehen: Die
Piloten streiten mit dem Unternehmen über Gehalt und fordern
jährliche Anpassungen von 3,3 Prozent.
Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem Pilotenstreik bei der
Lufthansa-Kerngesellschaft droht auch bei der Regionaltochter
Lufthansa Cityline in absehbarer Zeit ein Arbeitskampf. Nach
ergebnislosen Gehaltsverhandlungen hat die Tarifkommission beim
Vorstand der Vereinigung Cockpit (VC) die Urabstimmung beantragt.
Dessen Entscheidung wird laut VC noch in dieser Woche erwartet.
«Statt konkreter Verbesserungen beharrte die Arbeitgeberseite darauf,
dass jede Erhöhung der Vergütung an anderer Stelle kompensiert werden
müsse», erklärt VC-Verhandlungsführerin Tanja Viehl. «Wer
Verbesserungen nur unter dem Vorbehalt von Einschnitten an anderer
Stelle anbietet, meint keine Verbesserung, sondern eine Nullrunde mit
Umverteilung.»
Der Betrieb der Regionaltochter Cityline soll nach Aussagen des
Konzern-Managements im kommenden Jahr auslaufen. Ihre Verbindungen
sollen bis dann auf die neue Unternehmenstochter Lufthansa City
Airlines übergehen. Laut VC hat dieser Umstand aber nichts mit den
laufenden Tarifverhandlungen zu tun. Die Gewerkschaft hat für die
Jahre 2024, 2025 und 2026 Vergütungsanpassungen um jeweils 3,3
Prozent jährlich gefordert.
Unabhängig von den Piloten hat die Kabinengewerkschaft Ufo in der
vergangenen Woche einen Warnstreik auch bei der Cityline abgehalten.
Sie will einen tariflichen Sozialplan für die Beschäftigten
erzwingen.
