EU will Grenzregionen nahe Russland besser helfen

18.02.2026 12:39

Weniger Investitionen, Abwanderung, Arbeitskräftemangel: Die
EU-Grenzregionen zu Russland, Belarus und der Ukraine sollen mehr
Hilfe aus Brüssel bekommen. Das sei nicht nur für die Regionen
wichtig.

Brüssel (dpa) - Um die östlichen EU-Regionen an den Grenzen zu
Russland, Belarus und der Ukraine stärker zu unterstützen, sollen sie
nach Willen der EU-Kommission einfacheren Zugang zu Geld bekommen.
Außerdem soll in den entsprechenden Regionen in neun
EU-Mitgliedsstaaten gegen Abwanderung und Arbeitskräftemangel
vorgegangen werden. Das geht aus einer in Brüssel vorgestellten
Strategie der Behörde hervor.

Die Stärkung von Wohlstand und Widerstandsfähigkeit dieser Regionen
sei nicht nur ein Ausdruck der EU-Solidarität nach dem russischen
Angriff auf die Ukraine, «sondern auch eine strategische Investition
in Europas Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und künftige Stabilität
»,
hieß es. 

Die entsprechenden Regionen in Finnland, Estland, Lettland, Litauen,
Polen, der Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien seien besonders
stark von indirekten Angriffen, gezielt gelenkter Migration,
wirtschaftlichen Problemen und Bevölkerungsrückgang betroffen. Schon
seit Beginn des russischen Angriffs gegen die Ukraine habe Brüssel
ihnen politische, technische und finanzielle Unterstützung gewährt.
«Dennoch ist angesichts der sich durch den anhaltenden Krieg weiter
verschlechternden wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Lage
zusätzliche EU-Unterstützung erforderlich.»

Um Fortschritte sicherzustellen, soll es künftig regelmäßig Gespräc
he
geben.