EU-Führung gedenkt in Kiew der ukrainischen Kriegstoten
24.02.2026 11:41
Vor vier Jahren begann die russische Vollinvasion in die Ukraine. Am
Jahrestag reisen internationale Gäste zur Unterstützung des
osteuropäischen Landes nach Kiew.
Kiew (dpa) - Am vierten Jahrestag des russischen Einmarsches haben
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident
António Costa gemeinsam mit anderen europäischen Staats- und
Regierungschefs in Kiew der Opfer des Krieges gedacht. Zusammen mit
dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj stellten sie vor
einer Ehrenformation Windlichter an einem provisorischen Gedenkort
auf dem zentralen Unabhängigkeitsplatz in Kiew auf. Anschließend
hielten sie für eine Gedenkminute inne.
Zuvor hatte Selenskyj zusammen mit seiner Ehefrau Olena Selenska die
ausländischen Gäste an der historischen Sophienkathedrale offiziell
empfangen. Vertreter fast aller Konfessionen des osteuropäischen
Landes beteten im Beisein der Staatsgäste für einen Sieg der Ukraine
im Krieg mit Russland und für einen «gerechten Frieden».
Selenskyj zufolge hat die Ukraine seit 2022 rund 55.000 Soldaten
verloren. Beobachter gehen von weitaus höheren ukrainischen
Verlustzahlen aus. Zudem sind nach UN-Angaben seitdem mehr als 15.000
Zivilisten getötet worden. Für die russische Seite gehen Schätzungen
auf Grundlage russischer öffentlicher Daten von etwa 220.000
getöteten Soldaten aus. Westliche und ukrainische Quellen gehen von
einem Mehrfachen dieser Zahl aus.
