EU macht Vorschlag für günstigere Düngemittelpreise
24.02.2026 14:33
Stickstoff-Düngemittel sind teurer geworden. Die Europäische Union
will dafür sorgen, dass Landwirte dennoch günstiger an Dünger für
ihre Felder kommen.
Brüssel (dpa) - Landwirte könnten nach einem Vorschlag der
Europäischen Kommission künftig wieder günstiger an bestimmte
importierte Düngemittel kommen. Die Brüsseler Behörde schlägt vor,
die Standardzölle auf Einfuhren mehrerer wichtiger
Stickstoffdüngemittel und Vorprodukte für deren Herstellung
(Ammoniak, Harnstoff) für ein Jahr auszusetzen. «Die Aussetzung der
Zölle gilt für alle Länder außer Russland und Belarus und wird durc
h
zollfreie Zollkontingente umgesetzt», teilte die Kommission mit.
Sie schätzt, dass damit 60 Millionen Euro an Einfuhrzöllen gespart
werden können. Die Maßnahme soll außerdem dazu beitragen, weniger
abhängig von Importen aus Russland und Belarus zu sein. Agrarimporte
aus Russland sind mit Abgaben belegt, Zusatzzölle gelten auch für
Düngemittel auf Stick- und Harnstoffbasis.
Die europäischen Mitgliedstaaten müssen dem Vorschlag zustimmen,
bevor er umgesetzt werden kann. Hintergrund für den Vorstoß ist auch,
dass Importeure seit Januar einen CO2-Preis für Emissionen zahlen,
die bei der Produktion der Waren entstehen. Nach Bauernprotesten und
Kritik aus Mitgliedstaaten hatte die Kommission eine solche
Zollaussetzung in Aussicht gestellt.
