EU-Staaten stimmen stärkerer Zusammenarbeit mit der Schweiz zu

24.02.2026 15:31

Jahrelang verhandeln die Schweiz und die Europäische Union über ihre
zukünftige Zusammenarbeit. Für ein gemeinsames Abkommen geben die
EU-Staaten nun grünes Licht - das reicht aber noch nicht.

Brüssel (dpa) - Die EU-Staaten haben den Weg für umfangreiche
Abkommen und eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Schweiz frei
gemacht. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union stimmten laut
Mitteilung dem Vorhaben zu, neben der Aktualisierung bestehender
Vereinbarungen auch neue Kooperationen einzugehen - etwa bei Themen
wie Lebensmittelsicherheit, Gesundheit und Elektrizität. 

Zugang zum Binnenmarkt und verpflichtender EU-Beitrag 

Daneben solle etwa ein dauerhafter und fairer finanzieller Beitrag
der Schweiz zum wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt der EU
festgelegt werden, heißt es in der Mitteilung. Die Schweiz ist zwar
kein EU-Mitglied, hat aber schon weitgehend Zugang zum europäischen
Binnenmarkt. Sie zahlt dafür bisher freiwillig einen dreistelligen
Millionenbetrag an die EU, der nun verbindlich gemacht und auf etwa
375 Millionen Euro jährlich festgelegt werden soll. 

Unterzeichnung im März vorgesehen - Widerstände in der Schweiz 

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin plant dem Vernehmen nach
Anfang März nach Brüssel zu reisen, um das Paket zu unterzeichnen. Es
muss anschließend vom Parlament in Bern ratifiziert werden.

Die wählerstärkste Partei, die SVP, die jede Annäherung an Brüssel

bekämpft, will das Prozedere möglichst lange hinauszögern. Zudem soll

es eine Volksabstimmung geben, womöglich erst nach den Wahlen im
Herbst 2027. Erst bei einer Annahme würde das Verhandlungspaket in
Kraft treten.

Die Verhandlungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union
waren nach Jahren im Dezember 2024 zum Abschluss gekommen. Auf
EU-Seite muss das Europaparlament die Abkommen noch bestätigen.