EU-Kommission schlägt vor: EU-Roaming auch im Westbalkan

25.02.2026 14:24

Handy im Westbalkan zum gleichen Tarif nutzen wie zu Hause? Die EU
will die Roaming-Regelungen erweitern. Davon würden dann besonders
Reisende profitieren.

Brüssel (dpa) - Reisende aus der EU sollen nach Vorstellung der
Europäischen Kommission künftig auch im Westbalkan von günstigeren
Konditionen beim Mobilfunk-Roaming profitieren. Dazu schlägt die
EU-Kommission vor, Verhandlungen mit Albanien, Bosnien-Herzegowina,
Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien zu beginnen, wie die
Brüsseler Behörde mitteilte. Dem Vorhaben müssen nun noch die
Mitgliedsländer der EU zustimmen. 

Freiwillige Abmachungen zwischen Mobilfunkanbietern ermöglichen
bereits jetzt zum Teil vergünstigte Tarife im Westbalkan. Sollten die
angestrebten Verhandlungen zu einer Einigung führen, könnten Reisende
etwa ihr Smartphone wie im eigenen Land nutzen. Sie würden dann im
Ausland für Dienste gleich viel wie im Inland zahlen. Bereits seit
Mitte 2017 zahlen die Menschen, die in der EU leben, keine
Mobilfunk-Zusatzgebühren, wenn sie sich in anderen EU-Staaten
aufhalten. 

Grundsätzlich hofft die Europäische Union, alle sechs Länder
langfristig auch in die EU aufzunehmen. Allerdings müssen die Staaten
dazu noch Reformen nachweisen. Am weitesten im EU-Aufnahmeprozess ist
nach der jüngsten Analyse der EU-Kommission Montenegro - hier könnten
die Beitrittsverhandlungen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.