EU-Kommission genehmigt weiteren Donauausbau in Niederbayern

25.02.2026 16:50

Die EU-Kommission gibt grünes Licht für den Donauausbau zwischen
Deggendorf und Vilshofen - unter Naturschutz-Auflagen. Was das für
die Region und den Hochwasserschutz bedeutet.

Straubing (dpa/lby) - Die Europäische Kommission hat auch für den
zweiten Abschnitt des Donauausbaus in Niederbayern grünes Licht
gegeben. Die Strecke zwischen Deggendorf und Vilshofen im Landkreis
Passau dürfe damit unter Berücksichtigung gewisser
Naturschutz-Auflagen ausgebaut werden, teilte der niederbayerische
Europaabgeordnete und EVP-Fraktionsvorsitzende Manfred Weber (CSU)
mit. Damit dürfe in diesem Bereich auch der Hochwasserschutz
verbessert werden.

Der Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen war jahrzehntelang
heftig umstritten. Ursprünglich war eine Kanalisierung geplant, doch
Umweltschützer kämpften vehement gegen neue Staustufen auf der rund
69 Kilometer langen Strecke. Später wurde der naturnahe Ausbau ohne
weitere Stauwerke beschlossen.

Öffentliches Interesse für Ausbau überwiegt

Die EU-Kommission hat nun die Folgen des Projekts für die
wildlebenden Tiere und Pflanzen untersucht. Die Kommission gehe davon
aus, dass die nachteiligen Auswirkungen durch den Flussausbau «aus
zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses
gerechtfertigt sind», heißt es im Abschlussbericht. Bereits im Jahr
2019 hatte die EU eine entsprechende Ausbauerlaubnis für den ersten
Abschnitt von Straubing nach Deggendorf erteilt.

Dieses erste Stück ist bereits im Bau. Die Details für den Ausbau des
südlichen Stücks können nun erarbeitet werden.