Weniger Falschgeld im Umlauf - Risiko für Verbraucher sinkt
27.02.2026 10:00
In Deutschland Falschgeld untergejubelt zu bekommen, ist
unwahrscheinlicher geworden. Dennoch sollten Verbraucher wachsam
sein. Fälscher konzentrieren sich auf besonders gängige Scheine.
Frankfurt/Main (dpa) - Die Falschgeldzahlen in Deutschland sind nach
drei Jahren erstmals wieder gesunken. 67.963 gefälschte
Euro-Banknoten stellten Polizei, Handel und Banken im vergangenen
Jahr hierzulande sicher, wie die Bundesbank in Frankfurt mitteilte.
Das waren 6,1 Prozent weniger als 2024, es war aber immer noch die
zweitgrößte Menge seit 2017.
Der Schaden durch gefälschte Scheine in Deutschland verringerte sich
binnen Jahresfrist von 4,5 Millionen Euro 2024 auf rund 4 Millionen
Euro im vergangenen Jahr. «Die deutlich niedrigere Schadenssumme ist
auf einen spürbaren Rückgang der Fälschungen von 100- und
200-Euro-Banknoten zurückzuführen», erläuterte Bundesbank-Vorstand
Burkhard Balz.
Im europäischen Zahlungsverkehr insgesamt tauchten im vergangenen
Jahr 444.000 gefälschte Euro-Scheine auf und damit 110.000 weniger
als 2024. Der Schaden summierte sich auf 22,2 Millionen Euro nach
26,2 Millionen Euro 2024.
Fühlen - Sehen - Kippen: Falsche Euro-Scheine leicht zu erkennen
Fälscher konzentrieren sich vor allem auf besonders gängige Scheine,
auch deshalb, weil manche Händler 100- oder 200-Euro-Scheine gar
nicht annehmen oder bei diesen größeren Stückelungen besonders genau
hinschauen.
Aber auch Fälschungen von 10-, 20- oder 50-Euro-Scheinen sind in der
Regel einfach zu erkennen, wie Balz betont: Ein großer Teil der
sichergestellten Blüten seien «leicht erkennbare Fälschungen»
gewesen, teilweise mit Aufdrucken wie «MovieMoney» oder «Prop copy»
.
Diese im Internet als Spielgeld oder Filmrequisite angebotenen
Scheine machen sich Kriminelle seit Jahren zunutze.
Bundesbank sieht geringes Risiko für den einzelnen Verbraucher
Insgesamt sieht die Bundesbank ein geringes Risiko, dass Verbraucher
mit Falschgeld in Berührung kommen: 2025 seien in Deutschland
rechnerisch acht falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner hierzulande
entfallen.
Die Menschen sollten dennoch umsichtig sein: Falschgeld wird nicht
ersetzt. Wer es annimmt, bleibt auf dem Schaden sitzen. Wer die
Scheine weitergibt, begeht eine Straftat. Stattdessen sollten Blüten
zur Polizei gebracht werden.
