Kallas: EU-Marineoperation «Aspides» wird verstärkt

01.03.2026 21:03

Nach Angriffen gegen den Iran und militärischen Gegenschlägen
befürchten EU-Politiker eine Eskalation im Nahen Osten. Die
EU-Außenbeauftragte Kallas kündigt nun erste Maßnahmen an.

Brüssel (dpa) - Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat ein Ende der
Bedrohung durch den Iran für die Schifffahrt in der Straße von Hormus
gefordert und dabei eine Verstärkung der EU-Marineoperation «Aspides»

angekündigt. Es werde ein starker Anstieg von Schutzanfragen
registriert, sagte sie nach einer virtuellen Sitzung der
EU-Außenminister: «Wir werden sie mit zusätzlichen Schiffen
verstärken, um die maritime Sicherheit in der Region zu erhöhen.»

Kallas bezeichnete die Bedrohung der durchfahrenden Schiffe als
«rücksichtslos» und forderte, dass diese aufhören müssten. «Der

gesamte Nahe Osten droht durch einen langwierigen Krieg zu
verlieren», warnte sie. Die Straße von Hormus zwischen dem Persischen
Golf und dem Golf von Oman gilt als eine der weltweit wichtigsten
Öl-Handelsrouten. Die EU-Mission «Aspides» schützt europäische un
d
internationale Handelsschiffe in der Region.

Die EU-Außenminister forderten den Iran außerdem auf, die
Zivilbevölkerung zu schützen und das Völkerrecht uneingeschränkt zu

achten. Der Iran müsse von wahllosen Militärschlägen absehen.