Iran-Krieg: EU stärkt Einsatz gegen Angriffe auf Schiffe
01.03.2026 21:32
Die EU reagiert auf den Iran-Krieg: Frankreich stellt zwei weitere
Kriegsschiffe, um den Schutz von Frachtern zu verstärken. Es geht um
eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt.
Brüssel (dpa) - Die EU verstärkt angesichts des Iran-Kriegs ihren
Militäreinsatz zur Sicherung der Handelsschifffahrt durch das Rote
Meer und den Golf von Aden. Frankreich werde in Kürze zwei
zusätzliche Schiffe für die Operation «Aspides» bereitstellen, sagt
e
eine ranghohe EU-Beamtin am Abend in Brüssel. Das Land hat bereits
heute einen Zerstörer für den Einsatz abgestellt, je ein weiteres
Schiff stellen Italien und Griechenland. Die Einheiten sind unter
anderem mit Flugabwehrsystemen ausgerüstet.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hatte zuvor nach einer Sitzung
der EU-Außenminister gesagt, es sei ein starker Anstieg von
Schutzanfragen registriert worden.
Die Operation «Aspides» war Mitte 2024 durch einen Beschluss der
Außenminister der 27 Mitgliedstaaten gestartet worden. Sie soll
Handelsschiffe vor allem vor Angriffen der militant-islamistischen
Huthi aus dem Jemen schützen. Die Miliz wird vom Iran unterstützt und
hat zuletzt die «volle und unerschütterliche Solidarität» mit Teher
an
angekündigt.
Das Rote Meer und der sich südlich anschließende Golf von Aden gelten
als eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Sie liegen zwischen
Nordostafrika und der Arabischen Halbinsel und bilden eine zentrale
Verbindung zwischen dem Mittelmeer (über den Suezkanal) und dem
Indischen Ozean (über die Meerenge Bab al-Mandab). Die aus dem Jemen
agierende Huthi-Miliz attackierte dort bereits in der Vergangenheit
immer wieder Handelsschiffe, weshalb diese nun von internationalen
Streitkräften eskortiert werden. Deutschland beteiligt sich auch an
dem Einsatz, hat derzeit allerdings kein Schiff vor Ort.
