Von der Leyen fordert Deeskalation im Iran-Krieg

02.03.2026 12:40

Der Krieg im Nahen Osten könnte auch für die EU weitreichende Folgen
haben. Die EU-Kommissionspräsidentin sagt, wie eine diplomatische
Lösung aussehen könnte.

Brüssel (dpa) - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat im
Iran-Krieg zu Deeskalation aufgerufen. Man müsse intensiv daran
arbeiten, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern, sagte sie in
Brüssel. Die einzige dauerhafte Lösung sei eine diplomatische.

Zugleich machte von der Leyen deutlich, dass diplomatische Lösungen
einen politischen Übergang sowie ein definitives Ende des iranischen
Atom- und Raketenprogramms beinhalten müssten. Auch die
destabilisierenden Aktivitäten des Landes in der Region müssten ein
Ende haben.

Die Lage bringe «neue Hoffnung für die unterdrückte Bevölkerung des

Irans» unterstrich von der Leyen. Die EU unterstütze nachdrücklich
deren Recht, über ihre eigene Zukunft zu bestimmen.

Die jüngsten Angriffe auf den britischen Luftwaffenstützpunkt in
Zypern sowie die Anlage eines Ölkonzerns in Saudi-Arabien verurteilte
von der Leyen als «rücksichtslos und wahllos». Bei einer
Sondersitzung des Kollegiums der Kommissionsmitglieder sollte am
Nachmittag unter anderem über mögliche Auswirkungen der Lage auf die
Energieversorgung und die Migration gesprochen werden, sagte sie.