Iran-Krieg: Trump «sehr enttäuscht» von britischem Premier Starmer
02.03.2026 15:05
Trump wirft Starmer vor, die Nutzung britischer Stützpunkte für
Angriffe auf den Iran zu spät erlaubt zu haben. Dabei sorgt die Insel
Diego Garcia erneut für Diskussionen.
London/Washington (dpa) - Aus Sicht von US-Präsident Donald Trump hat
Großbritannien die US-Nutzung britischer Stützpunkte für Angriffe auf
den Iran zu spät erlaubt. Er sei «sehr enttäuscht» gewesen, dass de
r
britische Premierminister Keir Starmer der Verwendung von
Stützpunkten wie der Militärbasis Diego Garcia für Angriffe auf den
Iran eine Absage erteilt habe, sagte Trump der britischen Zeitung
«The Telegraph» zufolge.
Großbritannien hatte den USA unter Berufung auf das Völkerrecht
britischen Medien zufolge erst verweigert, Angriffe auf den Iran von
britischen Stützpunkten durchzuführen. Am Sonntagabend lenkte Starmer
ein und erlaubte die Nutzung von Stützpunkten - allerdings in
begrenztem Umfang und nur für Schläge gegen Raketen-Anlagen. An
offensiven Luftschlägen habe sich das Vereinigte Königreich nicht
beteiligt und werde dies auch künftig nicht tun, sagte Starmer in
einer Videobotschaft.
«Noch nie vorgekommen»
Aus Sicht Trumps hatte es «viel zu lange gedauert», bis Starmer seine
Meinung geändert habe. Er kritisierte laut «Telegraph», dass er die
Diego-Garcia-Basis nicht für erste Angriffe gegen das iranische
Militär und die iranische Führung habe nutzen dürfen. «So etwas ist
zwischen unseren Ländern wahrscheinlich noch nie vorgekommen», sagte
er den Angaben nach. Die Diego-Garcia-Basis liegt mitten im Indischen
Ozean und ist schon länger ein Zankapfel zwischen den beiden
Ländern.
Der US-Präsident hatte zuletzt darauf gepocht, dass Großbritannien
angesichts einer Eskalation im Nahen Osten die strategisch wichtige
Insel Diego Garcia doch nicht an Mauritius zurückgeben solle.
