EU sieht bisher keine Fluchtbewegungen aus Iran

02.03.2026 16:30

Der Krieg im Iran fordert viele Menschenleben. Große
Migrationsbewegungen bleiben laut EU-Kommission aber bisher aus.
Sollte sich das ändern, sieht sich Brüssel gut vorbereitet.

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission sieht trotz des Krieges im Iran
bisher keine Anzeichen für massenhafte Migration aus dem Land.
«Aktuell beobachten wir noch keine größeren Bewegungen an den
Außengrenzen Irans», teilte EU-Migrationskommissar Magnus Brunner
mit. Man verfolge die Situation und stehe mit den Partnern im Nahen
Osten sowie internationalen Organisationen in engem Austausch. «Mit
den neuen Regeln für ein gemeinsames europäisches Asylsystem haben
wir einen klaren Krisenmechanismus geschaffen, damit Europa
vorbereitet ist und rasch handeln kann», fügte er hinzu. 

Die europäische Asylreform tritt im Juni in Kraft und soll unter
anderem die Verteilung von Schutzsuchenden in der EU verbessern sowie
schnellere Asylverfahren an den EU-Außengrenzen ermöglichen. Ein
Krisenmechanismus sieht etwa bei Massenankünften eine verstärkte
Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten vor - besonders EU-Staaten mit
vielen Ankünften, etwa Griechenland, sollen dann unterstützt werden.