EU-Kommission legt Vorschlag zur Industrie-Stärkung vor

03.03.2026 17:30

Wie kann Europas Industrie klimafreundlicher werden - und
Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der EU bleiben? Die Europäische
Kommission stellt ihren Vorschlag vor.

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission stellt an diesem Mittwoch ihren
Vorschlag zur Stärkung der europäischen Industrie vor. Der Vorstoß
ist Teil der Brüsseler Bemühungen, die Wirtschaft des Kontinents
klimafreundlicher und wettbewerbsfähiger zu machen und die
Abwanderung von Industrie und damit Arbeitsplätzen zu
verhindern. Unternehmen in der EU sehen sich zunehmend Konkurrenz vor
allem aus den USA und China ausgesetzt. 

Erwartet wird, dass staatliche Förderungen in kritischen Bereichen an
die Produktion in Europa gekoppelt werden sollen. Über die
Ausgestaltung dieses «Buy European»-Ansatzes wurde in den vergangenen
Wochen viel diskutiert. 

EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné plädiert für «eine echt
e
europäische Präferenz in unseren strategisch wichtigsten Branchen».
Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wirbt schon seit langem
für eine verpflichtende «Made in Europe»-Bevorzugung. Bundeskanzler
Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU)
sprachen sich dagegen für einen «Made with Europe»-Ansatz aus, der
auch Produkte von Handelspartnern einschließen würde. 

Bevor der Vorschlag der EU-Kommission für das
Industrie-Beschleunigungsgesetz (Industrial Accelerator Acts, IAA)
umgesetzt wird, müssen die europäischen Mitgliedstaaten und das
Parlament zustimmen.