Nahost: Europäische Staaten starten erste Evakuierungsflüge
03.03.2026 17:37
Zehntausende Ausländer halten sich im Nahen Osten auf. Der Konflikt
spitzt sich dort zu. Spanien, Großbritannien und Polen reagieren auf
die angespannte Sicherheitslage mit Rückholaktionen.
Madrid (dpa) - Mehrere Länder bringen nach der Eskalation im Nahen
Osten die ersten Evakuierungsflüge für ihre Staatsbürger auf den Weg.
175 Spanier seien von Abu Dhabi aus mit einer Linienmaschine
gestartet und auf dem Weg nach Madrid, teilte Außenminister José
Manuel Albares mit. Auslöser der Rückholaktionen sind die seit
Samstag laufenden Bombardierungen des Iran durch die USA und Israel
sowie die Gegenschläge Teherans.
Nach Schätzungen der Behörden in Madrid halten sich derzeit rund
30.000 Spanier in der Konfliktregion auf. Weitere Flüge seien
geplant, um die Ausreise vor allem aus den Vereinigten Arabischen
Emiraten zu beschleunigen, sagte Albares. Dort lebten etwa 13.000
Spanier. Als «schwierigste Situation» bezeichnete er den Iran, wo
sich noch etwas mehr als 150 spanische Staatsbürger aufhielten.
Auch Polen und Großbritannien reagieren
Die britische Regierung organisiert ebenfalls einen Charterflug, der
in den kommenden Tagen von Maskat im Oman aus starten soll, wie
Außenministerin Yvette Cooper im Parlament ankündigte. 130.000 Briten
im Nahen Osten registrierten sich Cooper zufolge bis Dienstagmorgen
bereits beim Außenministerium.
Polens Regierungschef Donald Tusk sagte, auch sein Land bereite eine
Evakuierungsaktion für die polnischen Staatsbürger in der Region vor.
Er habe Anweisungen gegeben, dass auf Flüge mit den
Regierungsflugzeugen verzichtet werde, damit die Maschinen bereit
seien, wenn sich die Möglichkeit biete, erklärte Tusk. Nach seinen
Angaben befinden sich rund 14.000 Polen in den Vereinigten Arabischen
Emiraten.
