Iran-Krieg: USA verschärfen Reisehinweis für EU-Staat Zypern

04.03.2026 07:37

Nach einem Drohnenangriff auf einen britischen Stützpunkt raten die
USA ihren Bürgern, Reisen nach Zypern zu überdenken. Flugausfälle und

verstärkte Militärpräsenz prägen die Lage.

Nikosia (dpa) - Nach einem Drohnenangriff auf einen britischen
Militärstützpunkt auf Zypern fordert die US-Regierung ihre
Staatsbürgerinnen und Staatsbürger auf, geplante Reisen nach Zypern
zu überdenken. Zudem wird nicht dringend benötigten
US-Regierungsmitarbeitern und deren Angehörigen die Ausreise
gestattet. Zur Begründung verwies das Außenministerium auf bestehende
Sicherheitsrisiken. Zahlreiche Airlines haben bereits ihre
Flugverbindungen in den EU-Inselstaat eingestellt.

Der US-Reisehinweis entspricht damit der Stufe drei von vier. Die
höchste Stufe wäre eine Reisewarnung. 

Auslöser der erhöhten Alarmbereitschaft war ein Angriff in der Nacht
zum Montag: Der britische Stützpunkt Akrotiri nahe der Hafenstadt
Limassol wurde Ziel einer Drohne. Nach Regierungsangaben wurden
anschließend zwei weitere Drohnen abgefangen. Zyprische Medien
berichteten unter Berufung auf Sicherheitskreise, die Drohnen könnten
aus dem Libanon gestartet worden sein.

Verstärkte Militärpräsenz im östlichen Mittelmeer

Unterdessen verstärken Nato- und EU-Staaten ihre militärische Präsenz

in der Region. Der britische Premier Keir Starmer kündigte an,
Großbritannien werde Hubschrauber zur Drohnenabwehr sowie ein
Kriegsschiff entsenden. Nach Angaben der staatlichen
Nachrichtenagentur Cyprus News Agency (KYPE/CNA) will Frankreich
Luftabwehr- und Anti-Drohnen-Systeme sowie eine Fregatte in den
östlichen Mittelmeerraum schicken. Griechenland hat bereits vier
F-16-Kampfflugzeuge nach Zypern verlegt, zwei Fregatten sollen
folgen.