Bürgerinitiative will öffentliches soziales Netzwerk der EU

04.03.2026 16:25

Soziale Netzwerke können auch für Erwachsene gefährlich sein. Eine
Bürgerinitiative fordert von der EU eine Alternative zu den bekannten
Plattformen. Was lautet der Vorschlag konkret?

Brüssel (dpa) - Eine Bürgerinitiative fordert von der Europäischen
Kommission, ein öffentliches soziales Netzwerk zu schaffen.
Universitäten und Unternehmen sollen die Plattform zusammen
entwickeln, hieß es in der Begründung eines entsprechenden Antrags,
den die EU-Kommission registrierte. 

Die Plattform soll laut der Forderung mit EU-Geldern finanziert und
von Gremien überwacht werden, die das EU-Parlament wählt. Das Ziel
sei, eine Alternative zu Plattformen wie Instagram, X, Facebook oder
Tiktok zu schaffen. 

Auf den etablierten Seiten wären die Nutzer Falschinformationen
ausgeliefert. Zudem sei auch unklar, ob die Person, mit der man
glaube, in Kontakt zu stehen, überhaupt existiere, so die
Antragsteller. Die Identitäten auf der europäischen Plattform
hingegen sollen verifiziert und Falschinformationen mit einem
Warnhinweis versehen werden. Um unbewusster Radikalisierung
vorzubeugen, sollen die Nutzer über ihren Algorithmus selbst
bestimmen können. Außerdem wünschen sich die Antragsteller, dass
Werbung eingeschränkt wird. 

Innerhalb eines Jahres müssen die Organisatoren eine Million
Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern aus mindestens sieben
EU-Staaten sammeln, damit sich die Kommission inhaltlich mit der
Initiative beschäftigt.