Polizei findet 176 Poolroboter in Problemhaus - Diebesgut?
04.03.2026 17:16
Eigentlich wollten die Behörden vorrangig Sozialbetrug und bauliche
Mängel in Schrottimmobilien aufdecken. Im Keller eines solchen Hauses
stieß die Polizei dann aber auf etwas ganz anderes.
Duisburg (dpa/lnw) - Bei einer Kontrollaktion gegen
Sozialleistungsmissbrauch in sogenannten Schrottimmobilien hat die
Polizei kistenweise Poolroboter sichergestellt. 176 originalverpackte
Geräte mit einem geschätzten Warenwert im niedrigen sechsstelligen
Bereich waren im Keller eines solchen Hauses gefunden worden, teilte
die Polizei auf Nachfrage mit.
Wegen der Menge und fehlender Eigentumsbelege, sei davon auszugehen,
dass es sich um Diebesgut handele. Nun müsse ermittelt werden, wo die
Ware gestohlen wurde - und von wem der Keller genutzt wurde.
Das vorrangige Ziel der Kontrollaktion
Seit den frühen Morgenstunden haben Mitarbeiter von Zoll, Polizei,
Ordnungsämtern und anderen Behörden in zwölf Städten vorwiegend im
Ruhrgebiet und Bergischen «Schrottimmobilien» kontrolliert. Die vom
Landesbauministerium koordinierte Aktion zielt in erster Linie darauf
ab, Sozialleistungsbetrug aufzudecken.
Durch die Kontrolle der Wohnungen will man auch gegen das
Geschäftsmodell krimineller Drahtzieher vorgehen, Menschen aus
anderen EU-Ländern mit fingierten Arbeitsverträgen nach Deutschland
zu locken und zu überzogenen Mieten in heruntergekommenen Wohnungen
hausen zu lassen, wie Landessozialminister Karl-Josef Laumann bei
einem Ortsbesuch schilderte. Eine Bilanz der Kontrollaktion steht
noch aus.
