Social-Media-Verbot? Ulmer Experte leitet EU-Gremium
05.03.2026 16:31
Die EU lässt Experten an Online-Schutzmaßnahmen für Kinder tüfteln.
Zusammen mit einer Kollegin leitet Jörg Fegert vom
Universitätsklinikum Ulm die Gruppe. Ihre Vorschläge könnten viel
ändern.
Brüssel/Ulm (dpa/lsw) - Der Forscher Jörg Fegert vom
Universitätsklinikum Ulm leitet im Auftrag der Europäischen
Kommission gemeinsam mit einer französischen Kollegin eine
EU-Expertengruppe zum in Brüssel diskutierten Social-Media-Verbot.
Der ärztliche Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
berät gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen über mögliche
Online-Schutzmaßnahmen für Minderjährige.
Die Empfehlungen der Fachleute könnten auch für die deutsche Debatte
über ein Social-Media-Verbot für Kinder entscheidend sein. Denn wer
digitale Altersgrenzen auch technisch durchsetzen will, kommt um die
Online-Plattformen kaum herum.
Tiktok, Snapchat, Instagram und Co. Regeln vorzuschreiben und sie
durchzusetzen, ist aber die alleinige Zuständigkeit der
EU-Kommission. Deutschland und andere Mitgliedsländer dürfen den
großen Plattformen allein also gar keine zusätzlichen Pflichten, etwa
zur Alterskontrolle, auferlegen.
Spätestens im Sommer sollen die Experten aus verschiedenen
Disziplinen - darunter Kinderrechte, Gesundheit und IT - Vorschläge
für Schutzmaßnahmen vorlegen, wie die Europäische Kommission
mitteilte.
