EU startet Hilfsflüge für Menschen im Libanon
09.03.2026 15:31
Die EU schickt Notfallvorräte für rund 130.000 Menschen in den
Libanon. In einer Videoschalte danken Spitzenvertreter zudem Ländern
im Nahen Osten für deren Hilfe bei Evakuierungen.
Brüssel (dpa) - Die EU organisiert Hilfsflüge für die unter dem neuen
Nahost-Krieg leidende Zivilbevölkerung im Libanon. Nach den Plänen
von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sollen für rund
130.000 Menschen Notfallvorräte mobilisiert werden, wie die EU
mitteilte. Ein erster Flug sei für diesen Dienstag geplant.
Von der Leyen kündigte die EU-Hilfe in einer Videokonferenz mit
Staats- und Regierungschefs aus Ländern des Nahen Ostens zum Krieg im
Iran an. Mit dabei waren Vertreter Jordaniens, Ägyptens, Bahrains,
des Libanon, Syriens, der Türkei, Armeniens, des Irak, Katars,
Kuwaits, der Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabiens und Omans
sowie für die EU auch Ratspräsident António Costa.
Die EU teilte mit, Costa und von der Leyen hätten in der Runde ihre
tiefe Besorgnis über die Auswirkungen der regionalen Krise auf den
Libanon und die schwerwiegenden Folgen für die Zivilbevölkerung
geäußert. Dazu gehörten auch die großflächigen Vertreibungen.
Die Präsidenten hätten zudem den Staats- und Regierungschefs der
Region für ihre Hilfe und Unterstützung bei der Rückführung
Zehntausender europäischer Bürger gedankt, die bei Ausbruch des
Iran-Krieges in ihren Ländern gestrandet waren. Es sei vereinbart
worden, in engem Kontakt zu bleiben, um die weiteren Entwicklungen zu
bewerten und gemeinsam auf Frieden hinzuarbeiten.
