Europaparlament beschließt mehr Rechte für Pauschalurlauber
12.03.2026 13:11
Die EU will Rechte von Reisenden bei Pauschalreisen stärker schützen.
Nun stimmte das Parlament in Straßburg für neue Regelungen.
Straßburg (dpa) - Das Europäische Parlament hat Regeln für mehr
Schutz von Pauschalreisenden im Fall von Stornierungen und
Rückerstattungen beschlossen. Eine große Mehrheit der Abgeordneten
stimmte für eine Neuregelung, die vorab mit den EU-Mitgliedstaaten
ausgehandelt worden war.
Mit den Neuregelungen werden Bedingungen für eine kostenlose
Stornierung erweitert. Bislang konnten Reisende nur bei
außergewöhnlichen Umständen am Zielort kostenfrei zurücktreten.
Künftig gilt dies laut Mitteilung des Parlaments auch bei Ereignissen
am Abreiseort oder solchen, die die Reise erheblich beeinträchtigen
würden. Welche Gründe dabei als höhere Gewalt verstanden werden, soll
vom Einzelfall abhängig sein.
Neue Regeln für Reisegutscheine
Neu eingeführt werden außerdem Regeln für Reisegutscheine. Diese
waren während der Corona-Pandemie weit verbreitet, als Veranstalter
Reisen absagten. Zwar können Gutscheine als Entschädigung angeboten
werden, allerdings können Reisende diese Option ablehnen und
stattdessen innerhalb von 14 Tagen eine Erstattung verlangen.
Gutscheine dürfen maximal zwölf Monate gültig sein, und nicht
eingelöste oder abgelaufene Gutscheine müssen erstattet werden.
Bevor die Richtlinie in Kraft tritt, müssen auch die Mitgliedstaaten
die Einigung noch formal annehmen. Nach Inkrafttreten haben die
Mitgliedstaaten 28 Monate Zeit, die EU-Richtlinie in nationale
Gesetzgebung zu gießen.
