CDU Saar will Sekundärmigrationszentrum im Saarland

13.03.2026 10:09

In neuen Einrichtungen sollen Menschen untergebracht werden, die
Deutschland verlassen sollen, weil für ihr Asylverfahren ein anderes
EU-Land zuständig ist. Wird es so ein Zentrum im Saarland geben?

Saarbrücken (dpa/lrs) - Die CDU-Fraktion im saarländischen Landtag
macht sich für die Einrichtung eines sogenannten
Sekundärmigrationszentrums im Saarland stark. Im Zuge des
verschärften Asylrechts können Bundesländer solche auch
Dublin-Zentren genannten Unterkünfte mit Aufenthaltspflicht
einrichten, in denen Menschen untergebracht werden, die Deutschland
verlassen sollen, weil ein anderes EU-Land zuständig ist.

Verfahren für Schutzsuchende, die bereits in einem anderen
Mitgliedstaat einen Asylantrag gestellt haben, sollen so beschleunigt
werden. Der Bundestag hat das neue europäische Asylrecht GEAS
kürzlich beschlossen. Das Reformpaket soll ab Sommer 2026 in allen
EU-Mitgliedstaaten vollständig gelten müssen. Die abschließende
Zustimmung des Bundesrates steht noch aus. 

Die Bundesländer erhielten dann die Möglichkeit,
Sekundärmigrationszentren einzurichten, um Asylbewerberinnen und
-bewerber schnell und rechtssicher in den zuständigen EU-Staat
rücküberstellen zu können, so die innenpolitische Sprecherin der
CDU-Fraktion, Anja Wagner-Scheid. «Wir als CDU setzen uns im
parlamentarischen Verfahren dafür ein, auch im Saarland ein solches
Zentrum einzurichten.»