Neue Milliarden aus EU-Topf können nach Deutschland fließen
13.03.2026 15:37
Wer liefert, bekommt Geld: Die EU-Kommission gibt grünes Licht für
eine erneute Milliardenauszahlung von Corona-Hilfsgeldern nach
Deutschland. Weitere Milliarden sind noch zu holen.
Brüssel (dpa) - Für Investitionen etwa in Elektromobilität oder
Wandel können weitere Milliarden aus Brüssel nach Deutschland
fließen. Die EU-Kommission gab grünes Licht für eine Zahlung in Höh
e
von 4,6 Milliarden Euro, wie sie mitteilte.
Das Geld kommt aus dem Corona-Aufbaufonds der EU. Der Topf wurde 2021
geschaffen, um die wirtschaftlichen Schäden durch die Corona-Pandemie
zu bewältigen. Um die Hilfen zu erhalten, müssen Mitgliedsstaaten
einen Plan mit konkreten Investitions- und Reformvorhaben vorlegen.
Konkret geht es bei dieser Förderung beispielsweise um die
energieeffiziente Sanierung von Gebäuden, Unterstützung beim Kauf von
Elektrofahrzeugen sowie um den Ausbau von Ladesäulen und
Wasserstoff-Forschungsprojekte.
Bevor das Geld ausgezahlt wird, muss der Wirtschafts- und
Finanzausschuss des Rates noch sein Ok geben. Insgesamt stehen
Deutschland rund 30 Milliarden Euro an nicht zurückzahlbaren
Zuschüssen aus dem Fördertopf zu. Einschließlich der vorgesehenen
Zahlung sind dann 24,4 Milliarden Euro davon ausgezahlt.
Die Gelder sind leistungsabhängig und sollen erst dann gezahlt
werden, wenn zugesagte Etappenziele und Zielwerte bei der Umsetzung
von geplanten Reformen und Investitionen erreicht wurden. Da die
Förderung Ende des Jahres ausläuft, müssen die Mitgliedstaaten alle
noch offenen Etappenziele bis zum 31. August umsetzen und ihre
letzten Zahlungsanträge bis Ende September 2026 einreichen.
