Zoff um Oligarchen: EU einigt sich bei Russland-Sanktionen

14.03.2026 16:43

Die EU hat wegen Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine Sanktionen
gegen etliche kremlnahe Oligarchen verhängt. Um zwei von ihnen gab es
Streit - nun steht kurz vor Fristende ein Kompromiss.

Brüssel (dpa) - Die EU-Staaten haben sich nach wochenlangen
schwierigen Diskussionen doch noch rechtzeitig auf eine Verlängerung
von Sanktionen gegen Russland geeinigt. Ein Kompromiss sieht vor,
dass die zwei prominenten Oligarchen Alischer Usmanow und Michail
Fridman entgegen Forderungen der Slowakei und Ungarns vorerst mit
Strafmaßnahmen belegt bleiben. Die Sanktionen gegen die beiden und
insgesamt rund 2.600 weitere Personen und Organisationen werden
allerdings nur um sechs Monate und nicht wie ursprünglich geplant um
zwölf Monate verlängert.

Zudem werden die Sanktionen gegen zwei Personen nicht verlängert, bei
denen es nur sehr schwache Hinweise auf eine Unterstützung des
russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine gibt, wie der Rat der
Mitgliedstaaten mitteilte. Die Namen wurden zunächst aber nicht
bekanntgegeben.

Die Sanktionen der EU umfassen in der Regel Reisebeschränkungen, das
Einfrieren von Vermögenswerten sowie das Verbot der Bereitstellung
von Geldern oder anderen wirtschaftlichen Ressourcen. Sie wurden in
den meisten Fällen als Reaktion auf die aus EU-Sicht
ungerechtfertigte und grundlose militärische Aggression Russlands
gegen die Ukraine verhängt. Betroffen sind zahlreiche russische
Politiker und Spitzenbeamte, aber auch etliche Unternehmer mit
geschäftlichen Aktivitäten in der EU. Letztere werden von den
Sanktionen besonders hart getroffen. Ohne die
Verlängerungsentscheidung wären sie an diesem Sonntag ausgelaufen.