Energieminister: Lage nach Drohnenangriff auf Zypern normalisiert

16.03.2026 11:29

Nach dem Drohnenangriff Anfang März kehrt auf Zypern wieder
Normalität ein. EU-Ministertreffen sollen wieder wie geplant auf der
Insel stattfinden.

Nikosia (dpa) - Nach dem Drohnenangriff auf einen britischen
Militärstützpunkt auf Zypern hat sich die Lage nach Angaben der
Regierung der Inselrepublik wieder normalisiert. Alle informellen
Ministertreffen der Europäischen Union sollen zwischen April und Juni
wie geplant auf der Mittelmeerinsel stattfinden, sagte
Energieminister Michalis Damianos im zyprischen Rundfunk (RIK).

Zypern, das derzeit den rotierenden EU-Ratsvorsitz innehat, hatte
nach dem Angriff Anfang März zunächst alle für diesen Monat
vorgesehenen Treffen ins Internet verlegt oder verschoben. «Die Dinge
sind wieder völlig normal. Alle Aktivitäten, die zwischen April und
Juni in Zypern stattfinden sollen, werden ganz normal abgehalten»,
sagte der zyprische Energieminister.

Nach Angaben zyprischer Behörden war der Angriff mit einer iranischen
Shahed-Drohne in der Nacht zum 2. März ausgeführt worden. Sie sei
vermutlich von der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz aus dem
Libanon gestartet worden. 

Dem Verteidigungsbündnis Nato gehört Zypern bisher nicht an. Das Land
ist geteilt, der Norden steht seit Jahrzehnten unter Kontrolle der
Türkei, die Nato-Mitglied ist.