CDU-Spitzenkandidat Schnieder: Grenze zu AfD eindeutig

16.03.2026 15:11

Der rheinland-pfälzische CDU-Spitzenkandidat zeigt kurz vor der
Landtagswahl klare Kante gegen die AfD. Die Zusammenarbeit der
EVP-Fraktion mit Rechten im Europaparlament müssten Konsequenzen
haben.

Brüssel/Mainz (dpa) - Nach Bekanntwerden der Zusammenarbeit zwischen
der konservativen EVP und Rechtsaußen-Fraktionen im Europaparlament
hat sich der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in
Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder, deutlich von der AfD abgegrenzt.
«Für uns in Rheinland-Pfalz ist völlig klar: Es gibt keine
Zusammenarbeit mit der AfD - auf keiner Ebene», sagte er den
Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Diese Grenze ist eindeutig.» 

Recherchen der Deutschen Presse-Agentur hatten gezeigt, dass die
EVP-Fraktion im Europaparlament, zu der auch CDU und CSU gehören,
deutlich enger mit der AfD und anderen rechten Parteien kooperieren
als bislang bekannt. Konkret hatte die EVP jüngst gemeinsam mit dem
rechten Flügel in einer Chatgruppe und bei einem persönlichen Treffen
von Abgeordneten an einem Gesetzesvorschlag zur Verschärfung der
Migrationspolitik gearbeitet.

Schnieder: «In so einem Fall ist man sofort raus» 

«Die Vorgänge müssen vollständig aufgeklärt werden, und daraus m
üssen
Konsequenzen folgen», sagte Schnieder. Das sei jetzt Aufgabe der
EVP-Fraktion im Europaparlament. «Von den Vorwürfen sind unsere
Abgeordneten der CDU/CSU-Gruppe und ihre Mitarbeiter nicht
betroffen.»

Weiter sagte Schnieder der Funke-Mediengruppe: «Wer in solchen
Chatgruppen unterwegs ist oder meint, sich mit der AfD zusammentun zu
müssen, hat in unseren Reihen keinen Platz. In so einem Fall ist man
sofort raus.»