Lufthansa macht neuen Vorschlag zu Piloten-Renten
17.03.2026 13:31
Im Tarifkonflikt mit den Piloten bietet Lufthansa bis zu 50 Prozent
mehr Betriebsrente - aber die Übergangsversorgung soll wegfallen.
Kann so der Streik beendet werden?
Frankfurt/Main (dpa) - Im festgefahrenen Tarifkonflikt mit ihren
Piloten hat die Lufthansa einen neuen Vorschlag zu den umstrittenen
Betriebsrenten gemacht. Dieser sieht nach Unternehmensangaben einen
Verzicht auf die bislang übliche Übergangsversorgung für vorzeitig
ausscheidende Beschäftigte vor.
Die dafür aufgewendeten Mittel könnten kostenneutral in die
betriebliche Altersversorgung sämtlicher Pilotinnen und Piloten
einfließen und die Betriebsrenten für alle um bis zu 50 Prozent
erhöhen, heißt es in einem Vorschlag an die Gewerkschaft Vereinigung
Cockpit (VC). Kolleginnen und Kollegen, die absehbar vor der
Übergangsversorgung stehen, müssen aber noch darauf vertrauen können.
Bislang verfalle die Übergangsversorgung für diejenigen, die bis zur
gesetzlichen Altersgrenze von 65 Jahren fliegen wollen, argumentiert
Lufthansa. Integrierte Systeme seien auch bei den von der VC als
beispielhaft genannten Airlines KLM oder British Airways üblich.
Die VC hat im Streit um die Betriebsrenten bislang zwei Streikwellen
veranstaltet. Erst vergangene Woche fielen wegen eines Ausstands
Hunderte Flüge aus. Den neuen Vorschlag habe man erhalten und werde
ihn in der Tarifkommission prüfen, wie eine VC-Sprecherin erklärte.
