Röwekamp: EU-Mission in Straße von Hormus ausweiten

17.03.2026 15:39

Wie kann der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus gesichert
werden? CDU-Politiker Röwekamp will mit europäischen Partnern
sprechen, aber zieht auch eine rote Linie.

Berlin (dpa) - Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im
Bundestag, Thomas Röwekamp, schlägt angesichts des Iran-Kriegs eine
Ausweitung einer EU-Mission in der Straße von Hornus vor. «Die Straße

von Hormus ist jetzt schon vom EU-Mandat «Aspides» umfasst, auch wenn
der Schwerpunkt der Ausübung des Mandats bisher im südlichen Roten
Meer lag. Die Angriffe des Iran auf zivile Handelsschiffe und die
Drohung der Sperrung des Seewegs sind see- und völkerrechtswidrig»,
sagte Röwekamp der «Rheinischen Post». 

«Wir sollten mit unseren Partnern in Europa darüber reden, mit
welchen zusätzlichen Fähigkeiten die regionale Erweiterung des
bisherigen mandatierten Einsatzes auf die Straße von Hormus im Rahmen
von Aspides ausgedehnt werden kann», sagte der
Verteidigungspolitiker. Deutschland könnte sich dabei wie bisher mit
Stabspersonal und der Erstellung eines See- und Luftlagebildes
beteiligen. 

Es gehe nicht darum, sich an der militärischen Auseinandersetzung
zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der
anderen Seite mit europäischen Streitkräften zu beteiligen, sagte der
CDU-Politiker. «Vielmehr dient das Mandat dem Schutz der Schifffahrt
und ist damit rein defensiv ausgerichtet. Es dient der Durchsetzung
internationalen Rechts und liegt im deutschen und europäische
Interesse», sagte Röwekamp. Deutschland werde sich am Krieg nicht
beteiligen.