Chrupalla: Für keinen Krieg vor den Karren spannen lassen
18.03.2026 15:26
Beim Nein zu einer Beteiligung Deutschlands am Iran-Krieg ist die AfD
nahe bei der Regierung. Bei einem anderen Krieg gehen die Meinungen
stark auseinander.
Berlin (dpa) - AfD-Fraktionschef Tino Chrupalla ruft dazu auf,
Deutschland auf alle Fälle aus dem Iran-Krieg herauszuhalten.
«Deutschland wurde weder am Hindukusch verteidigt noch an der Straße
von Hormus», sagte Chrupalla nach einer Regierungserklärung von
Kanzler Friedrich Merz (CDU) zum bevorstehenden EU-Gipfel im
Bundestag. Mit dem Hinweis auf das in Zentralasien liegende Gebirge
hatte der damalige Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) den
Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan begründet.
«Wenn wir als Deutsche etwas gelernt haben, ist es, dass wir uns für
keinen Krieg der Welt von anderen vor den Karren spannen lassen
sollten», sagte Chrupalla. Dies gelte aber auch für die Ukraine. «Der
Ukraine-Krieg ist ebenso wenig unser Krieg wie der im Nahen Osten.»
Schluss seien müsse etwa mit Finanzpaketen zur Unterstützung des von
Russland angegriffenen Landes.
Der Bundesregierung machte Chrupalla vor allem innenpolitische
Vorwürfe. So müssten straffällige Asylbewerber verstärkt abgeschobe
n,
Reformen müssten angegangen werden. «Ihnen läuft die Zeit davon»,
sagte Chrupalla an die Regierung adressiert. Nötig sei ein
Kassensturz. Bürgerinnen und Bürger müssten entlastet, bei
überflüssigen Ausgaben müsse der Rotstift angesetzt werden.
