Von Iran-Krieg bis Orban-Veto: EU-Gipfel beginnt in Brüssel
18.03.2026 17:32
Kriege und Konflikte lassen in der EU die Energiekosten steigen -
sehr zum Verdruss der Bürger. Bei einem Gipfel soll es nun um
mögliche Gegenmaßnahmen gehen - und um ein großes anderes Problem.
Brüssel (dpa) - Die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder kommen
an diesem Donnerstag (10.00 Uhr) zu ihrem ersten regulären
Gipfeltreffen des Jahres in Brüssel zusammen. Thema der Beratungen
soll unter anderem die Frage sein, wie die EU zu einer Deeskalation
im Iran-Krieg beitragen kann. Mit Sorge werden vor allem die
Auswirkungen des Konflikts auf mögliche Fluchtbewegungen und die
Energiekosten betrachtet.
Die zuletzt stark gestiegenen Öl- und Gaspreise haben dabei auch die
Diskussion über mögliche Subventionen oder eine Preisdeckelung
wiederbelebt. Länder wie Deutschland stehen Forderungen in diese
Richtung allerdings sehr kritisch gegenüber.
Überschattet wird das Gipfeltreffen von der ungarischen Blockade
milliardenschwerer EU-Finanzhilfen für die Ukraine. Der ungarische
Ministerpräsident Viktor Orban will diese erst beenden, wenn der
Konflikt um unterbrochene russische Öllieferungen über die
Druschba-Pipeline beigelegt ist. Seine Regierung wirft der Ukraine
vor, eine Wiederaufnahme des Betriebs der Pipeline zu verhindern.
Diese führt von Russland über Belarus und die Ukraine nach Ungarn und
in die Slowakei.
Die Ukraine weist die Vorwürfe zurück und betont, die Pipeline sei
wegen der Auswirkungen russischer Luftangriffe derzeit nicht nutzbar.
Klarheit darüber soll nun eine unabhängige Untersuchung von
EU-Experten bringen.
