Litauen verhängt Einreiseverbote für russische Ukraine-Kämpfer
18.03.2026 18:50
Nach Estland geht nun auch Litauen gegen Russen vor, die an der Front
gegen die Ukraine gekämpft haben. Für sie bleibt die Grenze künftig
dicht.
Vilnius (dpa) - Litauen hat Einreiseverbote gegen 268 Russen
verhängt, die in Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine an der
Front gekämpft haben. «Die von ehemaligen russischen Kämpfern
ausgehenden Sicherheitsbedrohungen sind offensichtlich. Wir können
sie nicht ignorieren», begründete Innenminister Vladislavas
Kondratovicius den Schritt des baltische EU- und Nato-Landes.
Außenminister Kestutis Budrys betonte: «In Europa ist kein Platz fü
r
Mörder, die zu Aggression und Terror gegen die Ukraine beigetragen
haben». Personen, die direkt an Russlands Aggression beteiligt waren,
seien Kriegsverbrecher. «Ihnen müssen alle Wege in die Europäische
Union oder den Schengen-Raum versperrt werden.»
Litauen folgt damit Estland, das bereits Anfang des Jahres
Einreiseverbote verhängt und mehr als 1.300 russische Ukraine-Kämpfer
auf eine schwarze Liste gesetzt hat. Zuletzt hatten auch
Bundeskanzler Friedrich Merz und sieben weitere Staats- und
Regierungschefs die Prüfung eines EU-Einreiseverbots für russische
Soldaten gefordert, die am Krieg gegen die Ukraine beteiligt sind
oder waren.
Estland grenzt - wie auch Litauen - an Russland und setzt sich
vehement für ein EU-weites Einreiseverbot für russische
Kriegsteilnehmer ein. Nach Angaben der Regierung in Tallinn haben
schätzungsweise bis zu 1,5 Millionen russische Staatsbürger an
Russlands bewaffneter Aggression in der Ukraine teilgenommen. Davon
seien etwa 640.000 noch immer im Kriegseinsatz,
