EU-Staaten fordern Aussetzen von Angriffen auf Energie in Nahost

19.03.2026 23:33

Jüngste Angriffe auf Anlagen der Gasproduktion im Iran und im
Nachbarstaat Katar haben Befürchtungen vor einer weiteren Eskalation
des Kriegs geweckt. Die europäischen Spitzen mahnen.

Brüssel (dpa) - Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen
Union fordern im Iran-Krieg ein Aussetzen der Angriffe auf Anlagen
des Energie- und Wasser-Sektors. Darauf verständigten sie sich bei
einem Gipfel in Brüssel. Sie riefen zudem alle Parteien «zur
Deeskalation und zu größtmöglicher Zurückhaltung, zum Schutz der
Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur sowie zur
uneingeschränkten Achtung des Völkerrechts» auf. 

Israel hatte das wichtige Gasfeld «South Pars», das vom Iran und
Katar ausgebeutet wird, am Mittwoch angegriffen. Laut US-Präsident
Donald Trump ohne sein Wissen und seine Genehmigung.
US-Medienberichte legten aber nahe, dass Trump den Angriff
ausdrücklich gebilligt hatte, um den Druck auf den Iran zu erhöhen,
die für den Ölmarkt bedeutende Straße von Hormus freizugeben. Der
Iran griff Flüssiggasanlagen in Katar an. Katar gehört zu den größt
en
Gasproduzenten der Welt und spielt auch eine Schlüsselrolle bei der
globalen Versorgung mit Flüssiggas.

In der Nacht auf Donnerstag hatte Frankreichs Staatschef Emmanuel
Macron bereits auf der Plattform X ein Aussetzen der Angriffe auf
Anlagen des Öl- und Gas-Sektors gefordert und geschrieben, auch die
Wasserversorgung dürfe nicht zum Ziel werden.