Eurogruppen-Chef fordert Notfallpläne für Nahost-Krise

24.03.2026 11:11

Der Chef der Eurogruppe schlägt Alarm: Reichen nationale Maßnahmen
noch aus, wenn die Krise im Nahen Osten eskaliert? Am Freitag soll
eine Sondersitzung Antworten liefern.

Athen (dpa) - Angesichts der anhaltenden Krise im Nahen Osten ruft
Eurogruppen-Präsident Kyriakos Pierrakakis die Mitgliedstaaten zu
verstärkter Vorbereitung auch auf ein mögliches «schlechtes Szenario
»
auf. «Verschärft sich die Situation, muss Europa mit weiteren
Initiativen reagieren», sagte er dem griechischen Nachrichtensender
Skai. 

Wegen der dynamischen Lage sei für Freitag eine außerordentliche
Sitzung der Eurogruppe einberufen worden, erklärte der Vorsitzende.
In einer solchen Situation müsse es neben einem Plan A auch einen
Plan B geben. 

Zunächst ergriffen die Länder nationale Maßnahmen. Dazu zähle etwa

die sogenannte Ausweichklausel, die es Staaten erlaubt, in
außergewöhnlichen Situationen von den Haushaltsregeln abzuweichen und
zusätzliche Ausgaben zu tätigen - etwa zur Unterstützung der Ukraine

nach der russischen Invasion. Am Freitag sollten zudem mögliche
weitere Schritte auf europäischer Ebene erörtert werden.