EU-Projekt: Neue Militärtechnik soll schneller nutzbar sein
25.03.2026 13:12
Für funktionierende Abschreckung und Verteidigung braucht es
Militärtechnik auf dem neuesten Stand. Kann ein neues
EU-Förderinstrument für mehr Tempo bei Innovationen sorgen?
Brüssel (dpa) - Entwickler neuer Verteidigungstechnologien können auf
zusätzliche Unterstützung durch die EU hoffen. Nach einem in Brüssel
präsentierten Vorschlag der Europäischen Kommission soll ein neues
Förderinstrument im Umfang von 115 Millionen Euro dabei helfen, die
Erprobung und Markteinführung von Innovationen deutlich zu
beschleunigen. Mögliche Profiteure könnten kleinere und mittlere
Unternehmen sein, die Drohnentechnologie entwickeln oder im Bereich
der Künstlichen Intelligenz tätig sind.
Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe gezeigt, dass der
Erfolg auf dem Schlachtfeld heute von kurzen Innovationszyklen
abhänge, erklärte die Kommission zu dem Vorschlag. Entscheidend sei
die Fähigkeit, neue Technologien und kosteneffiziente Lösungen
innerhalb von Wochen oder Monaten statt erst nach Jahren zu
entwickeln, zu testen und einzusetzen. Genau dort wolle das
Förderinstrument mit dem Namen Agile ansetzen.
Förderung von bis zu fünf Millionen Euro pro Unternehmen
Ziel ist es nach Kommissionsangaben, Förderanträge innerhalb von nur
vier Monaten zu prüfen. Neue Technologien sollten dann bei einer
positiven Entscheidung innerhalb von ein bis drei Jahren die
Streitkräfte erreichen. In einem ersten Schritt ist vorgesehen,
zwischen 20 und 30 Projekte mit Beträgen zwischen einer und fünf
Millionen Euro zu unterstützen.
Der von Vizekommissionspräsidentin Henna Virkkunen und
Verteidigungskommissar Andrius Kubilius präsentierte Vorschlag wird
nun im Rat der Mitgliedstaaten und im Europäischen Parlament beraten
werden. Im Idealfall soll das neue Förderinstrument dann Anfang 2027
einsatzbereit sein.
