Neue EU-Zollbehörde kommt nach Lille
25.03.2026 14:31
Wachsende Handelsströme, immer mehr Online-Handel und geopolitische
Veränderungen: Mit einer neuen gemeinsamen Zollbehörde versucht die
EU, dem steigenden Druck Herr zu werden.
Brüssel (dpa) - Die neue EU-Zollbehörde ist künftig im
nordfranzösischen Lille ansässig. Von dort aus sollen rund 250
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zollmaßnahmen koordinieren und die
Arbeit der nationalen Zollbehörden in der gesamten Europäischen Union
unterstützen. Darauf verständigten sich Unterhändler der EU-Staaten
und des Europäischen Parlaments in Brüssel. Das Startdatum der
sogenannten EUCA (European Union customs authority) blieb zunächst
offen.
Die Einrichtung der neuen EU-Zollbehörde ist Teil der Reform der
Zollunion der Staatengemeinschaft. Ziel ist es den Angaben nach, dem
durch wachsende Handelsströme und zersplitterte nationale Zollsysteme
entstehenden großem Druck zu begegnen. Auch der rasche Anstieg des
Online-Handels und sich wandelnde geopolitische Realitäten trügen
dazu dabei.
Als Standorte für die neue EUCA beworben hatten sich außerdem das
belgische Lüttich, Zagreb in Kroatien, Italiens Hauptstadt Rom, der
niederländische Regierungssitz Den Haag, Polens Hauptstadt Warschau,
Porto im Norden Portugals sowie Rumäniens Hauptstadt Bukarest und das
spanische Malaga.
