EU beschließt endgültig neue Regeln für Gewässer-Schutz
26.03.2026 13:25
Neue EU-Regeln sollen Flüsse, Grundwasser und Seen besser vor
Chemikalien schützen. Dabei geht es unter anderem um sogenannte
Ewigkeitschemikalien, die im Verdacht stehen, Krebs zu verursachen.
Brüssel (dpa) - Gewässer in der EU sollen künftig besser vor
Chemikalien geschützt werden. Auch für sogenannte
Ewigkeitschemikalien (PFAS) werden bestimmte Grenzwerte eingeführt.
Nach den Mitgliedstaaten hat nun das Europäische Parlament final
grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Im September hatten sich
Unterhändler des Parlaments und der EU-Staaten bereits darauf
verständigt.
Neue Regeln gelten nach der Abstimmung künftig auch für bestimmte
Schmerzmittel und Pestizide. Die Staaten müssen die Vorgaben bis Ende
2027 in nationales Recht umsetzen und haben dann bis 2039 Zeit, um
die neuen Standards für Oberflächengewässer und Grundwasser zu
erfüllen. Für manche Stoffe sollen die Vorgaben bereits ab 2033
eingehalten werden.
PFAS können sich in der Umwelt anreichern
PFAS - auch Ewigkeitschemikalien genannt - kommen nicht natürlich in
der Umwelt vor und überdauern je nach Stoff extrem lange. Dabei
können sie sich immer mehr anreichern. PFAS stehen unter anderem im
Verdacht, Leberschäden sowie Nieren- und Hodenkrebs zu verursachen.
Von PFAS sind auch deutsche Gewässer betroffen. Seit Januar müssen
die EU-Staaten die PFAS-Gehalte im Trinkwasser systematisch
überwachen, um neue europaweite Grenzwerte einzuhalten.
Für die Wirtschaft sind die PFAS-Chemikalien hingegen wichtig.
Aufgrund ihrer einzigartigen Merkmale werden die Substanzen in einer
großen Zahl vor allem in industriellen Produkten und
Alltagsgegenständen verwendet - von Anoraks über Pfannen bis hin zu
Kosmetik.
