EU-Parlament will KI für Nacktbilder verbieten
26.03.2026 13:46
Kampf gegen Deepfakes: Die Abgeordneten des Europäisches Parlaments
wollen KI-Systeme, die sexuell eindeutige Bilder oder Videos
erstellen können, verbieten. Spruchreif ist das noch nicht.
Brüssel (dpa) - Das Europäische Parlament will ein Verbot für
bestimmte KI-Systeme, die künstliche Nacktbilder generieren können.
Die Abgeordneten sprachen sich in Brüssel mit großer Mehrheit für ein
Verbot von sogenannten Nudifier-Systemen aus, die Künstliche
Intelligenz verwenden, um Bilder zu erstellen oder zu manipulieren,
die sexuell explizit oder intim sind und einer identifizierbaren
realen Person ähneln, ohne dass diese zugestimmt hat.
KI-Systeme, die ihre Nutzer daran hindern, solche Bilder ohne
Einwilligung zu erstellen, sollen nicht verboten werden. Bevor ein
solches Verbot wirksam würde, muss erst eine Einigung mit den
EU-Mitgliedstaaten getroffen werden. Die Staaten hatten sich vor
kurzem für ein ähnliches Verbot ausgesprochen.
EU hat bereits beschlossen: Deepfake-Weitergabe strafbar
Die Europäische Union hat bereits im Mai 2024 eine Richtlinie
verabschiedet, die die nicht einvernehmliche Weitergabe von intimem
oder manipuliertem Material - einschließlich Deepfakes - als
strafbare Form von Cybergewalt einordnet. Die EU-Staaten müssen die
Vorschriften bis Mitte Juni 2027 in nationales Recht umsetzen.
Die Bundesregierung arbeitet seit einiger Zeit an einer Änderung im
Strafgesetzbuch zum Thema digitale Gewalt. So soll unter anderem die
unerlaubte Herstellung und Verbreitung von Nacktbildern und von
KI-manipuliertem Material - sogenannte Deepfakes - bestraft werden.
