Millionenförderung für grenzüberschreitende Projekte

27.03.2026 13:22

Weitere knapp 13 Millionen Euro fließen in gemeinsame Projekte von
Sachsen und Tschechien. Was mit dem Geld etwa im Musikinstrumentenbau
und bei der Erdbebenforschung geplant ist.

Dresden/Ústí nad Labem (dpa) - Sachsen und Tschechien haben
finanzielle Unterstützung für 14 weitere grenzüberschreitende
Projekte beschlossen. Dabei handelt es sich um fast 13 Millionen Euro
aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. 

Gefördert wird etwa ein gemeinsames Weiterbildungsangebot im
Musikinstrumentenbau. Geplant seien Workshops, Projektwochen und
digitale Lernangebote, informierte das Ministerium für
Landesentwicklung in Dresden. Ziel sei es, dem Fachkräftemangel in
der traditionsreichen Branche entgegenzuwirken und junge Menschen
zusätzlich zu qualifizieren. 

Ein anderes Projekt mehrerer Universitäten und Institute in
Tschechien und Deutschland will die Nutzung von Geothermie im
Vogtland und Westböhmen verbessern und die Erdbebenaktivitäten in der
Region genauer überwachen. «Vorgesehen sind unter anderem seismische
und gravimetrische Messungen sowie der Aufbau eines gemeinsamen
Erdbebenkatalogs», heißt es.

Für das Programm Interreg Sachsen-Tschechien stehen den Angaben
zufolge insgesamt rund 190 Millionen Euro für die Jahre 2021 bis 2027
zur Verfügung. Gefördert werden Projekte zu Innovation,
Klimaanpassung und Nachhaltigkeit, Bildung, Kultur, Tourismus sowie
partnerschaftliche Zusammenarbeit. Über die Förderung entscheidet ein
Ausschuss mit Vertretern beider Länder.