EU-Kommission stellt 1,5 Milliarden Euro für Verteidigung bereit
30.03.2026 14:40
Drohenabwehr, Raketensysteme und Munition: Die Rüstungsindustrie soll
von EU-Geldern profitieren. Neben den Mitgliedsländern sollen die
Zuschüsse insbesondere der Ukraine helfen.
Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission stellt 1,5 Milliarden Euro für die
Stärkung der europäischen Verteidigungsindustrie zur Verfügung. Das
Geld soll insbesondere dem Abwehrkampf der Ukraine gegen Russland
sowie der Aufrüstung in der EU zugutekommen, wie die Brüsseler
Behörde mitteilte. Die Zuschüsse für 2026 und 2027 werden demnach am
Dienstag öffentlich ausgeschrieben.
So sollen in die Produktion wichtiger militärischer Komponenten wie
Drohnenabwehrsystemen, Raketen und Munition mehr als 700 Millionen
Euro fließen. Davon sind 260 Millionen Euro für Rüstungsprojekte
vorgesehen, die Produktionskapazitäten in Europa und der Ukraine
gleichzeitig stärken sollen.
EU-Kommission fördert gemeinsame Beschaffung
Weitere Mittel sind laut Mitteilung für die gemeinsame Beschaffung
von Verteidigungsgütern durch mehrere EU-Staaten sowie
Verteidigungsprojekte von gemeinsamem Interesse vorgesehen. Hier geht
es etwa um Luft- und Raketenabwehrsysteme. Diese sollen einem
breiteren Teil der EU zugutekommen und stehen auch Norwegen und der
Ukraine offen.
Kleinere Start-ups im Verteidigungsbereich sollen mit dem Ende des
vergangenen Jahres vereinbarten Programm zudem mit 100 Millionen Euro
gefördert werden. Um zu garantieren, dass vor allem Unternehmen aus
EU-Staaten von dem Geld profitieren, sehen die Regeln vor, dass bei
geförderten Rüstungsindustrievorhaben nur in sehr begrenztem Rahmen
Bauteile aus Partnerstaaten wie den USA bezogen werden dürfen.
