Befreiung von Butscha: EU-Vertreter zu Jahrestag in Ukraine

30.03.2026 18:15

Vor vier Jahren befreiten ukrainische Truppen die Kleinstadt Butscha
- in den Straßen fanden sie getötete Zivilisten. Zum Jahrestag reisen
Außenminister und andere ranghohe Politiker aus der EU an.

Kiew/Brüssel (dpa) - EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas und rund ein
Dutzend europäische Außenminister werden an diesem Dienstag zum
vierten Jahrestag der Befreiung Butschas von russischen
Besatzungstruppen in der Ukraine erwartet. Die Spitzenpolitiker
wollen in der von Gräueltaten gezeichneten Kleinstadt nahe Kiew an
einer Gedenkfeier teilnehmen und dann zu einem Ministertreffen
zusammenkommen. Aus Deutschland wird Außenminister Johann Wadephul in
der Ukraine erwartet. Zudem stehen auch seine Kolleginnen und
Kollegen aus Ländern wie Polen, Italien und Schweden auf der
Gästeliste.

Die Kleinstadt Butscha war in den ersten Kriegstagen im Frühjahr 2022
von russischen Truppen besetzt worden. Nach ihrer Befreiung durch die
ukrainischen Streitkräfte wurden in den Straßen getötete Zivilisten
gefunden - manche mit gefesselten Händen. Die Stadt wurde damit zum
Symbol für russische Kriegsverbrechen. Die Vereinten Nationen
bestätigten später in einem Bericht den Tod von Dutzenden Zivilisten.
Russische Offizielle weisen den Vorwurf eines Kriegsverbrechens bis
heute zurück und sprechen von einer Inszenierung.

Ukrainischen Angaben zufolge wurden in Butscha mehr als 400 tote
Zivilisten registriert. In der Region insgesamt waren es mehr als
1.300 - darunter mehr als 700, die erschossen wurden.