EU-Außenminister gedenken der Opfer von Butscha
31.03.2026 09:04
Mit Kerzen und stiller Anteilnahme erinnern EU-Außenminister an die
Schrecken von Butscha. Was macht diesen Ort zum Symbol für russische
Verbrechen in der Ukraine?
Kiew (dpa) - Die Außenminister der EU-Staaten haben bei einem Besuch
in der Ukraine der Opfer des Massakers von Butscha vor vier Jahren
gedacht. An der Zeremonie nahmen auch Bundesaußenminister Johann
Wadephul (CDU) und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas teil. Sie
stellten mit ihren Kollegen und Kolleginnen Kerzen vor eine
Gedenkwand.
Die Kleinstadt Butscha nordwestlich der Hauptstadt Kiew war in den
ersten Kriegstagen im Februar 2022 von russischen Truppen besetzt
worden. Nach der Befreiung durch ukrainische Streitkräfte Ende März
wurden in den Straßen getötete Zivilisten gefunden - manche mit
gefesselten Händen. Die Stadt wurde damit zum Symbol für russische
Kriegsverbrechen.
Die Vereinten Nationen bestätigten später in einem Bericht den Tod
Dutzender Zivilisten. Russische Offizielle weisen den Vorwurf eines
Kriegsverbrechens bis heute zurück und sprechen trotz der
Gegenbeweise von einer Inszenierung.
Ukrainischen Angaben zufolge wurden in Butscha mehr als 400 tote
Zivilisten registriert. In der Region insgesamt waren es mehr als
1.300 - darunter mehr als 700, die erschossen wurden.
