Iran-Krieg treibt Inflationsrate in Eurozone auf 2,5 Prozent
31.03.2026 11:23
In den Ländern der Gemeinschaftswährung steigen die Preise. Was ein
Experte erwartet.
Luxemburg (dpa) - Mit dem Ölpreisschub im Zuge des Iran-Krieges hat
die Inflation in der Eurozone deutlich angezogen. Im Jahresvergleich
legten die Verbraucherpreise im März um 2,5 Prozent zu, wie das
Statistikamt Eurostat in Luxemburg nach einer ersten Schätzung
mitteilte. Im Februar hatte die Inflationsrate bei 1,9 Prozent
gelegen.
Volkswirte hatten allerdings im Schnitt einen noch etwas stärkeren
Anstieg auf 2,6 Prozent erwartet. Die Europäischen Zentralbank (EZB)
strebt mittelfristig eine Jahresteuerung von zwei Prozent an.
Im Vergleich zum Vormonat Februar stiegen die Preise um 1,2 Prozent.
Hier war ein Anstieg um 1,3 Prozent erwartet worden.
«Die massiv gestiegenen Energiepreise haben die Inflation im März
nach oben katapultiert», sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer.
«Spätestens im Mai dürfte sie über 3 Prozent liegen, sofern der Kri
eg
nicht schnell endet.»
Dann würden die hohen Energiepreise auch immer mehr andere Güter
verteuern und die sogenannte Kerninflation - bei der die
schwankungsanfälligen Preise für Nahrungsmittel und Energie
herausgerechnet werden -, die im März noch nicht zugelegt hatte. «Der
steigende Inflationsdruck spricht dafür, dass die EZB ihre Leitzinsen
im April oder spätestens im Juni erhöht», sagte Krämer.
