EU-Ratspräsident verlangt von Iran Stopp der Angriffe
31.03.2026 15:10
Diplomatie statt Raketenangriffe: EU-Ratspräsident António Costa
stellt im Telefonat mit Irans Präsident Forderungen. Danach äußert er
sich auch zum Tod iranischer Schüler und der Straße von Hormus.
Brüssel (dpa) - EU-Ratspräsident António Costa hat nach eigenen
Angaben von Irans Präsident Massud Peseschkian in einem Telefonat
einen Stopp der Angriffe und mehr diplomatische Bemühungen verlangt.
«Um die Lage zu deeskalieren, habe ich Iran aufgefordert, die
inakzeptablen Angriffe auf Länder in der Region einzustellen»,
schrieb Costa in den sozialen Medien.
Das Land solle sich diplomatisch bemühen, insbesondere mit den
Vereinten Nationen, um die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus
zu gewährleisten, fügte der frühere portugiesische Regierungschef
hinzu. Die EU sei bereit, alle diplomatischen Anstrengungen für eine
Lösung zu unterstützen und gleichzeitig die umfassenderen
Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dem Iran zu adressieren.
Costa nennt Angriff auf Schule «zutiefst bedauerlich»
Costa rief zudem alle Parteien zur Achtung des Völkerrechts auf. «Der
Verlust unschuldiger Menschenleben, unter anderem in der Schule von
Minab, ist zutiefst bedauerlich», beklagte er. Bei dem Angriff in
Minab am Persischen Golf waren Ende Februar mindestens 168
Schülerinnen, 26 Lehrerinnen sowie 4 Eltern ums Leben gekommen.
US-Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff
verantwortlich, Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte dazu eine
Untersuchung angekündigt.
Der Iran setzt auch einen Monat nach Beginn der
amerikanisch-israelischen Angriffe den Beschuss benachbarter
Golfstaaten mit ballistischen Raketen und Drohnen unablässig fort.
