Weg von Moskau: Moldau verlässt Staatenbündnis GUS

02.04.2026 12:30

Moldau kehrt der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten den Rücken. Das
Parlament beschließt den Austritt und begründet dies mit Russlands
Vorgehen in der Ukraine und in Transnistrien.

Chisinau (dpa) - Die Republik Moldau hat den endgültigen Austritt aus
der von Russland dominierten Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS)
beschlossen. Das teilte das Parlament in Chisinau auf seiner Webseite
mit. Der Kündigung des Gründungsabkommens von 1991, des zugehörigen
Protokolls und des Statuts von 1993 stimmten demnach jeweils 60 von
101 Abgeordneten zu. 

Die Aufkündigung der Mitgliedschaft war vom moldauischen
Außenministerium eingeleitet worden. Der Austritt wird damit
begründet, dass Russland die Unverletzbarkeit der Grenzen der
Mitgliedstaaten unter anderem durch den Krieg gegen die benachbarte
Ukraine missachte. Moskau habe zudem weiter gesetzwidrig Truppen in
dem von Chisinau abtrünnigen Gebiet Transnistrien stationiert.

Der Austritt aus der GUS sei auch im Hinblick auf den angestrebten
Beitritt zur Europäischen Union logisch, hieß es in der Mitteilung
des Parlaments von Moldau. Das zwischen dem EU-Mitglied Rumänien und
der Ukraine liegende osteuropäische Land ist seit 2022
EU-Beitrittskandidat.