IG Metall fordert weitere Lockerung beim Verbrenner-Aus
03.04.2026 10:48
Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Abschwächung beim
Verbrennerverbot reicht der größten deutschen Gewerkschaft nicht aus.
Hintergrund ist die Krise bei Autoherstellern und Zulieferern.
München/Frankfurt (dpa) - Angesichts der Krise bei Autoherstellern
und Zulieferern fordert IG-Metall-Chefin Christiane Benner eine
weitere Lockerung des Verbrenner-Verbots. Ihre Gewerkschaft wolle
Perspektiven für die Beschäftigten in der Autoindustrie, insbesondere
bei Zulieferern, sagte Benner der «Automobilwoche».
«Dafür brauchen wir mehr Flexibilität, als es der Entwurf der
EU-Kommission bislang vorsieht», wird Benner zitiert. «Ich würde
liebend gern einen klareren Kurs Richtung Elektro fahren. Aber ich
sehe auch, was mit den Arbeitsplätzen in der Automobil- und vor allem
in der Zulieferindustrie passiert.»
Die EU-Kommission hatte im Dezember vorgeschlagen, auch nach 2035 in
der EU Autos mit Verbrennungsmotor neu zuzulassen - eine Abkehr vom
eigentlich ausgehandelten Verbrenner-Aus. Künftig soll es Ausnahmen
geben, wonach nur noch bis zu 90 Prozent CO2 im Vergleich zum
Basisjahr 2021 eingespart werden müssen.
Benner sagte, entscheidend sei nun, dass jetzt und in den kommenden
Jahren Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Reichweitenverstärker noch
eine ausreichende Chance auf Marktanteile bekämen. Dies würde
insbesondere den Zulieferern helfen.
