Maschinenbau «enttäuscht» über neue US-Zollregeln
03.04.2026 14:55
Für viele Maschinen aus Europa gilt schon bald ein pauschaler
Zollsatz von 25 Prozent. Der Branchenverband sieht Unternehmen durch
die kurzfristige Umstellung besonders gefordert.
Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau
kritisiert die geänderten Zollregeln bei Stahl und Aluminium der
US-Regierung. «Für viele Maschinen aus Europa wird ab dem 6. April
ein pauschaler Zollsatz von 25 Prozent fällig. Der europäische
Maschinenbau wird dadurch in vielen Fällen stärker belastet als zuvor
- das ist enttäuschend», teilt der Branchenverband VDMA mit.
Besonders herausfordernd für die Unternehmen sei, dass sie keine Zeit
bekämen, sich auf die Umstellung vorzubereiten. Die Neuregelungen
waren am Donnerstag bekanntgegeben worden.
Risiko hoher Strafzölle
Unternehmen müssten weiterhin nachweisen, wo der verbaute Stahl und
das verbaute Aluminium gegossen oder geschmolzen wurde, erklärt der
Verband. Dies sei für viele Betriebe nicht leistbar. Das Risiko von
Strafzöllen bis zu 200 Prozent bleibe bestehen.
Zwar gebe es eine begrenzte Entlastung für einige Unternehmen, da für
einzelne Maschinenbauprodukte wie Spritzgießmaschinen und
Fördertechnik befristet bis zum 31. Dezember 2027 ein Zolldeckel von
15 Prozent gelte. «Produkte, die überwiegend aus Stahl und Aluminium
bestehen, werden dagegen deutlich schlechter gestellt. Für sie fallen
künftig 50 Prozent Zoll auf das gesamte Produkt an», heißt es in der
Mitteilung.
