Hunderte Migranten erreichen Kreta aus Libyen
14.04.2026 09:46
Schleuserbanden nutzen das ruhige Wetter im Mittelmeer: Hunderte
Migranten landen auf Kreta. Der EU-Grenzschutz und französische
Marine unterstützen Rettungseinsätze.
Athen (dpa) - Auf der griechischen Urlaubsinsel Kreta sind Hunderte
Migranten angekommen. Seit Sonntag wurden nach Angaben der
Küstenwache insgesamt 369 Menschen gezählt. Die Behörden gehen davon
aus, dass weitere Boote aus Libyen unterwegs sind, weil
Schleuserbanden das ruhige Wetter auf See ausnutzen. Derzeit
herrschen kaum starke Winde.
Küstenwache und Frontex im Einsatz
An den Rettungsaktionen beteiligten sich mehrere Boote der
griechischen Küstenwache. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex
unterstützte die Rettungsmaßnahmen mit Drohnen aus der Luft. In einem
Fall half auch ein Schiff der französischen Kriegsmarine bei der
Bergung der Menschen, wie es aus Kreisen der Küstenwache hieß.
Kreta gilt inzwischen als eines der wichtigsten Ziele für Migranten,
die irregulär aus Libyen nach Griechenland und damit in die
Europäische Union gelangen. Im Jahr 2025 erreichten nach offiziellen
Angaben rund 20.000 Menschen die Insel.
