Berliner Sudan-Konferenz berät zu Hilfe für Bürgerkriegsland

14.04.2026 17:30

Kann es von Berlin aus Schritte zu einer Waffenruhe im Sudan geben?
An der Spree geht es auf einer internationalen Konferenz um die
größte humanitäre Krise der Welt.

Berlin (dpa) - In Berlin steht der blutige Bürgerkrieg im Sudan an
diesem Mittwoch im Mittelpunkt der dritten internationalen
Sudan-Konferenz. Die Veranstaltung am dritten Jahrestag des Beginns
des Konflikts besteht aus einem Außenministertreffen, einer
humanitären Konferenz mit Finanzierungszusagen und einer
Zusammenkunft ziviler Akteure, um einen Friedensfahrplan
auszuhandeln. 

Das Treffen wird von der Bundesregierung gemeinsam mit
Großbritannien, Frankreich, den USA sowie der Europäischen und
Afrikanischen Union ausgerichtet. 

Der Bürgerkrieg im Sudan begann am 15. April 2023 aus einem
Machtkampf zwischen dem sudanesischen De-facto-Führer Abdel-Fattah
al-Burhan und seinem ehemaligen Stellvertreter Mohamed Hamdan Daglo.
Menschenrechtsorganisationen werfen sowohl der Regierungsarmee SAF
als auch Daglos Miliz RSF zahlreiche Menschenrechts- und
Kriegsverbrechen vor. Angesichts von weit verbreitetem Hunger und
derzeit 11,6 Millionen Flüchtlingen und Binnenvertriebenen sprechen
die UN von der größten humanitären Krise der Welt.